In Deutschland steigt der Steuersatz mit dem Einkommen (Progression) — je mehr in einem Jahr zusammenkommt, desto höher der Satz auf die letzten Euro davon. Deine Abfindung wird oben auf dein übriges Jahreseinkommen aufgeschlagen und genau dort versteuert. Kommt sie in einem Jahr mit vollem Gehalt dazu, trifft sie den höchsten Satz. Fließt sie in einem Jahr mit wenig sonstigem Einkommen, bleibt der Satz niedriger — bei sonst identischer Abfindung ein Unterschied von oft Zehntausenden Euro. Trag deine Zahlen ein und sieh selbst.
Steuer und Soli auf die Abfindung, wenn im selben Jahr das komplette Jahresgehalt oben angegeben mit versteuert wird.
Dieselbe Abfindung, aber in einem Jahr, in dem sonst kein bzw. kaum Einkommen anfällt — z. B. ein Übergangsjahr vor dem nächsten Job.
Eine Abfindung zählt als außerordentliche Einkunft und wird über die sogenannte Fünftelregelung (§ 34 EStG) besteuert: Ein Fünftel der Abfindung wird gedanklich zum übrigen Einkommen addiert, die darauf entfallende Steuer wird ermittelt und verfünffacht. Das mildert die Steuerprogression ab — wie stark, hängt entscheidend davon ab, wie hoch das übrige Einkommen im selben Jahr ausfällt.
Steuerlich günstiger ist in der Regel ein Jahr, in dem sonst wenig oder kein Einkommen anfällt — zum Beispiel ein Übergangsjahr zwischen zwei Jobs. Fließt die Abfindung dagegen im selben Jahr wie ein volles Jahresgehalt, trifft sie auf einen höheren Steuersatz. Der Rechner oben zeigt den konkreten Unterschied für deine Zahlen.
Die Fünftelregelung soll verhindern, dass eine einmalige große Zahlung durch die Steuerprogression unverhältnismäßig hoch besteuert wird. Statt die volle Abfindung in einem Jahr zu versteuern, wird sie rechnerisch auf fünf Jahre verteilt — das senkt den anzuwendenden Steuersatz, ändert aber nichts daran, dass die gesamte Steuer trotzdem im Auszahlungsjahr fällig wird.
Nein — echte Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes sind sozialversicherungsfrei, da sie kein laufendes Arbeitsentgelt darstellen. Sie zählen nur für die Einkommensteuer, nicht für Kranken-, Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung.
Genau dieses Szenario lohnt sich oft steuerlich, weil die Fünftelregelung dann auf ein niedrigeres Resteinkommen trifft. Was dabei mit Krankenversicherung, Arbeitslosengeld und dem längerfristigen Vermögensaufbau passiert, rechnet die vollständige Version über einen mehrjährigen Zeitraum durch.
Das vollständige Modell rechnet dir 35 Jahre voraus: Depotentwicklung mit Renditerisiko, Betriebsrente, gesetzliche Rente, Kinder in Ausbildung, Pflegekosten im Alter — und ob dein Kapital bei einer Frühverrentung überhaupt reicht.
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